Bürgerinitiative kämpft gegen Kreisverkehr und für das Dürpelfest in Ohligs
Henry BraunBürgerinitiative kämpft gegen Kreisverkehr und für das Dürpelfest in Ohligs
In Ohligs formiert sich eine neue Bürgerinitiative, unterstützt vom Bürgerverein Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS). Die Gruppe will sich gegen die Pläne für einen umstrittenen Kreisverkehr stellen, der die multifunktionale Nutzung des Platzes einschränken und ein beliebtes lokales Fest gefährden könnte.
Die Initiative ist eine direkte Reaktion auf das, was die Organisatoren als jahrelange gescheiterte Politik bezeichnen. Laut BfS hätten etablierte Parteien wiederholt die öffentliche Meinung ignoriert und sich stattdessen dem Einfluss von Lobbyisten gebeugt. Martin Bender, Vorsitzender des BfS, unterstützt die Kampagne nachdrücklich und bezeichnet sie als ein wichtiges Instrument der direkten Demokratie.
Bender kritisierte zudem die Ohligser Jongens, die sich weigern, in Gespräche einzutreten, solange die Petition nicht zurückgezogen wird. Er hinterfragte auch die Rolle des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters Marc Westkämper (CDU), der sich zwar als neutraler Vermittler inszeniert, gleichzeitig aber den Bau des Kreisverkehrs vorantreibt. Die Unterstützung der CDU für den Kreisverkehr steht im Widerspruch zu den Zielen der Initiative, die den Erhalt der bisherigen Nutzung des Platzes anstrebt.
Gemeinsam mit der Ohligs Marketing- und Interessengemeinschaft sucht der BfS nach einem Kompromiss. Priorität hat für sie, den Platz als multifunktionalen Raum zu erhalten und die Zukunft des Dürpelfests zu sichern. Bender warnte, dass die Lennestraße bei einer Umsetzung des Kreisverkehrs nicht mehr als Veranstaltungsort für das Fest zur Verfügung stehen würde – und damit vor allem jungen Menschen eine wichtige Attraktion genommen würde.
Bender betonte, dass sich der BfS unabhängig von Wahlperioden für die Interessen der Solinger Bürger einsetze. Entscheidungen über die Zukunft des Platzes müssten sich am Gemeinwohl orientieren – und nicht an politischen Taktierungen.
Die Initiative geht nun in die nächste Phase: BfS und lokale Partner suchen nach einer Lösung, die den Platz weiterhin für Veranstaltungen nutzbar hält. Ohne Einigung könnte das Dürpelfest und andere Aktivitäten von der Lennestraße verschwinden. Das Ergebnis hängt von den Verhandlungen zwischen der Bürgergruppe, lokalen Politikern und gegnerischen Lagern ab.






