Bundeswehr startet großangelegte Militärübung in Mönchengladbach mit Drohnen und 80 Soldaten
Mila BeckerBundeswehr startet großangelegte Militärübung in Mönchengladbach mit Drohnen und 80 Soldaten
Großangelegte Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine groß angelegte Militärübung statt. Die Bundeswehr wird dort eine Woche lang operationelle Kommunikationssysteme am ehemaligen Hauptquartier der Alliierten Streitkräfte (JHQ Rheindahlen) testen. Das 471 Hektar große Gelände diente bereits in der Vergangenheit als Schauplatz ähnlicher Manöver.
An der Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Überprüfung von Abläufen für die nationale und verbündete Verteidigungs-Kommunikation. Zwar könnte es für Anwohner zu lauten Geräuschen kommen, doch die Behörden versichern, dass lediglich Platzpatronen verschossen werden und keine Gefahr für die umliegende Bevölkerung besteht.
Das ehemalige JHQ Rheindahlen, das seit 2013 geschlossen ist, umfasst eine Fläche von etwa 660 Fußballfeldern. Es hat sich in den vergangenen Jahren zu einem häufig genutzten Übungsgelände für Polizeieinheiten, Katastrophenschutzteams und militärische Manöver entwickelt. Im August 2025 nutzte auch das Technische Hilfswerk (THW) das Gelände für eine landesweite Übung.
Die aktuelle Übung reiht sich in eine Serie gelegentlicher militärischer Aktivitäten auf dem Gelände ein. Zu den vergangenen Veranstaltungen zählte unter anderem der Internationale Militärwettkampf Mönchengladbach, der dort über 40 Jahre lang ausgetragen wurde. Für März 2026 ist zudem eine weitere Bundeswehrübung unter Leitung des Landeskommandos NRW geplant, an der eine ähnliche Anzahl von Soldaten und Gerät teilnehmen soll.
Die anstehende Übung unterstreicht die Bedeutung des Geländes als zentralen Ausbildungsort für Verteidigung und Rettungskräfte. Anwohner wurden über mögliche Lärmbelästigungen informiert, doch die Sicherheitsvorkehrungen bleiben gewährleistet. Nach einer Woche mit Tests unter realistischen Bedingungen wird das Manöver abgeschlossen.