10 April 2026, 18:18

Bergische Uni plant Aus für renommierten Architekturstudiengang bis 2034

Großes Gebäude mit Säulen, Fenstern, Türen und Treppen, umgeben von Bäumen unter einem klaren blauen Himmel, mit einem Namen auf der Fassade, der wahrscheinlich eine Universität identifiziert.

Bergische Uni plant Aus für renommierten Architekturstudiengang bis 2034

Die Bergische Universität erwägt tiefgreifende Veränderungen in ihrem Architekturstudiengang, darunter eine mögliche schrittweise Abschaffung innerhalb des nächsten Jahrzehnts. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund jährlicher Kürzungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro ab 2026. Die Lehrenden wurden aufgefordert, ein Konzept zur Neuausrichtung des renommierten Studiengangs vorzulegen, der derzeit rund 500 Studierende zählt.

Die Hochschulleitung hat bestätigt, dass der klassische Architekturabschluss auslaufen soll. Statt pauschaler Kürzungen sollen Entscheidungen künftig von strategischen Prioritäten geleitet werden – und nicht nach dem sogenannten "Rasenmäherprinzip". Professor Dr. Christoph Grafe betonte die starke Reputation des Studiengangs, der im CHE-Hochschulranking weit vorne platziert ist. Zudem gehört er zu nur elf Architekturstudiengängen in Deutschland und erlangte internationale Aufmerksamkeit durch seine Beteiligung am Solar Decathlon 2021/22.

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Die geplante Schließung stößt in der Branche auf Kritik. Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, bezeichnete den möglichen Verlust als "dramatisch". Die Nachfrage nach Architektinnen und Architekten bleibt hoch: Allein seit dem 1. September wurden 125 Stellenausschreibungen auf dem Jobportal der Kammer veröffentlicht. Die Fakultätsmitglieder arbeiten derzeit an einem Entwurf für die Zukunft des Studiengangs, doch die genaue Ausrichtung steht noch nicht fest.

Falls genehmigt, würde der Auslaufprozess etwa zehn Jahre dauern. Die Universität begründet die Entscheidung mit finanziellen Zwängen und einer Neuausrichtung der akademischen Strategie. Die Folgen betreffen Hunderte aktueller Studierender sowie die gesamte Architekturbranche in der Region.

Quelle