Bergisch Gladbach startet Wohnungsbau-Offensive mit "Bauturbo"-Verfahren
Mats HartmannBergisch Gladbach startet Wohnungsbau-Offensive mit "Bauturbo"-Verfahren
Bergisch Gladbach treibt mehrere große Wohnbauprojekte mit beschleunigten Genehmigungsverfahren voran. Die Stadt setzt mit ihrem „Bauturbo“-Konzept auf die Freigabe lang blockierter Vorhaben, um der wachsenden Wohnungsnot entgegenzuwirken. Mehrere Projekte stehen kurz vor der Abstimmung im nächsten Ausschuss für Stadtplanung.
Die BIG Bensberg GmbH plant die Erweiterung des Schloss Centers in der Schlossstraße um 59 altersgerechte Wohnungen. Dafür sollen alle Stockwerke oberhalb des dritten Geschosses abgerissen und durch drei neue Etagen ersetzt werden. Die Stadt unterstützt das Vorhaben, da es eine brachliegende Fläche reaktiviert und zur Entlastung des Wohnungsmarkts beiträgt.
Ein weiteres Projekt sieht an der Rommerscheider Straße einen zweigeschossigen Neubau mit zwei dreigeschossigen Wohnblöcken und einer Tiefgarage vor – auf dem Gelände der ehemaligen Rodenbach-Schlosserei. Zudem sollen sieben Einzelgaragen in der Nähe einer denkmalgeschützten Mauer entstehen, während der Rest des Grundstücks unbebaut bleibt, um archäologische Funde zu schützen. Die Zufahrt zur Garage würde direkt von der Rommerscheider Straße erfolgen. Obwohl die geplanten Gebäude die ursprünglichen Höhenbegrenzungen überschreiten, passen sie sich optisch an die umliegende Bebauung an.
Ein drittes Vorhaben zielt auf ein neues Wohngebäude auf einem freien Grundstück zwischen der Paffrather Straße und dem Einkaufszentrum Rhein-Berg Passage ab. Geplant sind 19 Wohnungen sowie eine Tiefgarage. Zwar überschreiten die Entwürfe die geltenden Bebauungsvorschriften, doch die Stadt bewertet sie als sinnvollen Beitrag zur Verdichtung des Wohnraums.
Die Projekte profitieren vom „Bauturbo“, der bestimmte Planungsauflagen lockert. Mit der Nutzung bisher ungenutzter Flächen soll die Wohnungsnot gelindert werden. Der Ausschuss für Stadtplanung wird die Vorlagen in Kürze beraten.






