17 June 2026, 16:45

Algacore revolutioniert Textilindustrie mit Fasern aus Süßwasseralgen

Algacore-Projekt des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnologie an der Hochschule Niederrhein - Bekleidung aus Algen in der Zukunft?

Algacore revolutioniert Textilindustrie mit Fasern aus Süßwasseralgen

Das Algacore-Projekt hat fast 968.000 Euro an Fördergeldern erhalten, um aus Süßwasseralgen eine neue Faserquelle zu entwickeln. Unter der Leitung von Leon Blanckart zielt die Initiative darauf ab, nachhaltige Textilmaterialien als Alternative zu herkömmlicher Baumwolle und synthetischen Fasern zu schaffen.

Das auf 18 Monate angelegte Vorhaben wird im Rahmen des EXIST-Research-Transfer-Programms gefördert, das technologieorientierte Start-ups mit hohem Potenzial aus dem universitären Umfeld unterstützt. Ziel ist es, mithilfe bestimmter Grünalgen Fasern herzustellen, die sowohl ökologisch verträglich als auch industriell einsetzbar sind.

Der Anbau von Baumwolle erfordert große Mengen an Wasser, Fläche und Pestiziden. Synthetische Fasern hingegen basieren auf endlichen Ressourcen und können Mikroplastik freisetzen. Algacore will diese Probleme lösen, indem es nachweist, dass erneuerbare Rohstoffe herkömmliche Materialien in der Textilproduktion ersetzen können.

In den kommenden Monaten wird das Team seine Forschung ausbauen und die Gründung eines Start-ups vorbereiten. Unterstützung erhält es von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie dem HNX-Startup-Team der Universität.

Da die Nachfrage nach Naturfasern steigt und die Kritik an synthetischen Materialien zunimmt, steht die Textilbranche unter Veränderungsdruck. Die algenbasierten Fasern von Algacore könnten eine nachhaltigere Lösung für die künftige Produktion bieten. Der Fortschritt des Projekts wird zeigen, ob das Material industriellen und ökologischen Ansprüchen gerecht wird.

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