04 April 2026, 12:17

AfD gewinnt überraschend Zustimmung bei Deutsch-Polen und Spätaussiedlern

Gruppe von Menschen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin mit einer Fahne mit der Aufschrift "Zukunft ist ein menschlicher Neustar ima", mit sichtbaren architektonischen Details des Gebäudes und Flaggen im Hintergrund.

AfD gewinnt überraschend Zustimmung bei Deutsch-Polen und Spätaussiedlern

Die AfD hat bei den jüngsten Integrationswahlen in Nordrhein-Westfalen deutliche Zugewinne verzeichnet und belegte in mehreren Ruhrgebietsstädten den zweiten oder sogar ersten Platz. Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt nun, dass die Partei auch unter Menschen mit Migrationshintergrund zunehmend an Zustimmung gewinnt – insbesondere bei Deutsch-Polen und Spätaussiedlern.

Für die Untersuchung wurden über 3.000 Personen befragt, darunter Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund sowie in Deutschland lebende Ausländer. Demnach liegt die AfD bei den Deutsch-Polen mit 33 Prozent und bei Spätaussiedlern mit 31 Prozent an der Spitze. Bei Deutsch-Türken hingegen belegt die Partei mit nur 8 Prozent Unterstützung gemeinsam mit den Grünen lediglich den fünften Platz.

Die Union hat bei Nachkommen polnischer und russischer Herkunft deutlich an Zustimmung verloren, während die SPD für Deutsch-Türken (35 Prozent) und Russen (43 Prozent) weiterhin erste Wahl bleibt. Unter den befragten Russen zeigt sich eine mittlere Unterstützung für die AfD, was die unterschiedlichen politischen Haltungen zu Migration in den verschiedenen Herkunftsgruppen widerspiegelt.

Seit der Bundestagswahl 2021 haben sich polnische Migranten zunehmend der AfD und der CDU/CSU zugewandt, während die Unterstützung für SPD und Grüne zurückging. Umfragen aus dem Jahr 2025, darunter Daten von Infratest dimap, zeigen einen Anstieg der AfD von 10–15 Prozent im Jahr 2021 auf nun etwa 25–30 Prozent. Als Gründe gelten Unzufriedenheit mit der Migrationspolitik, wirtschaftliche Belastungen durch den Ukraine-Krieg sowie die Übereinstimmung mit konservativen Werten in Familienfragen und EU-Skepsis.

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Die Konrad-Adenauer-Stiftung wies darauf hin, dass die Ergebnisse aufgrund ungewichteter Stichprobengrößen mit Vorsicht zu betrachten seien.

Der Aufstieg der AfD in bestimmten Migrantengruppen markiert eine Verschiebung der politischen Präferenzen, insbesondere bei Deutsch-Polen und Spätaussiedlern. Gleichzeitig bleibt die SPD bei türkisch- und russischstämmigen Gemeinschaften führend – ein Zeichen für die unterschiedlichen Prioritäten der Herkunftsgruppen.

Quelle