13 March 2026, 16:40

15 Euro pro Tag: Warum Camper in Warendorf jetzt protestieren

Ein ├Âffentlicher Markt mit einem vor ihm geparkten Van, umgeben von Geb├Ąuden, Gesch├Ąften, Namenstafeln, Kraftfahrzeugen auf der Stra├če, Personen unter einem Zelt sitzend, Gel├Ąndern, B├Ąumen und einem klaren blauen Himmel.

15 Euro pro Tag: Warum Camper in Warendorf jetzt protestieren

In der Stadt Warendorf wird bald eine tägliche Gebühr von 15 Euro für Stellplätze für Wohnmobile auf dem Emssee-Campingplatz eingeführt. Die im vergangenen Herbst beschlossene Maßnahme hat bei Stammgästen Frust ausgelöst – manche Camper drohen sogar, künftig ganz fernzubleiben.

Die neue Abgabe wurde im Herbst 2023 einstimmig vom Stadtrat gebilligt, nachdem die CDU den Vorschlag eingebracht hatte. Die Stadtverwaltung begründet die Gebühr mit der attraktiven Lage des Platzes und den bestehenden Einrichtungen. Zudem sollen die Einnahmen in Modernisierungen fließen, etwa in die Erneuerung veralteter Stromsäulen und die Installation von Parkuhren.

Günter Brossat, ein 83-jähriger Dauercamper, kritisiert die Preiserhöhung als überzogen. Seine Bedenken teilen viele Besucher, die den Betrag für das gebotene Angebot als zu hoch ansehen. Die Stadt verweist auf den günstigeren kommunalen Campingplatz Wiesengrund, wo ein Stellplatz etwa 5 Euro pro Tag kostet – allerdings mit weniger Komfort.

Die 15-Euro-Gebühr tritt in diesem Frühjahr in Kraft und bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber den bisherigen Preisen. Während die Stadt die neue Regelung als fair verteidigt, haben einige langjährige Gäste bereits angekündigt, künftig andere Plätze aufzusuchen. Ob und wann die geplanten Aufwertungen umgesetzt werden, hängt von den Einnahmen durch die neuen Gebühren ab.

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